BACHELORARBEIT
Von der Richtlinie zur konsistenten visuellen Identität
Im Rahmen meiner Bachelorarbeit entwickelte und evaluierte ich ein visuelles Marken- und Kommunikationssystem für SAP Business AI. Da ein Großteil der Inhalte vertraulich ist, konzentriert sich diese Case Study auf meinen Arbeitsprozess: von der Analyse bestehender Kommunikationsmittel über Interviews und Konzeption bis hin zu Prototyping, Evaluation und Dokumentation.
Client
SAP
Jahr
2026
Branche
Software | Technology
Zeitraum
3 Monate

Die Herausforderung
Eine Marke kann nur konsistent wahrgenommen werden, wenn ihre visuellen Grundlagen verständlich, zugänglich und im Arbeitsalltag anwendbar sind.
Zu Beginn des Projekts wurden Inhalte und Kommunikationsmittel teilweise unterschiedlich gestaltet. Bestehende Richtlinien boten zwar einen Rahmen, ließen jedoch Spielraum bei der konkreten Anwendung. Gleichzeitig fehlten leicht zugängliche Vorlagen, die Mitarbeitende bei der Erstellung neuer Inhalte unterstützen konnten.
Meine Aufgabe bestand deshalb nicht nur darin, einen neuen visuellen Ansatz zu entwickeln. Ich musste zunächst verstehen, wie bestehende Materialien genutzt werden, welche Schwierigkeiten dabei auftreten und was ein System benötigt, damit es langfristig funktioniert.
Mein Vorgehen
Für die Entwicklung nutzte ich einen Design-Based-Research-Ansatz. Dadurch konnte ich Analyse, Gestaltung und Evaluation eng miteinander verbinden und das System schrittweise weiterentwickeln.
Analyse und Research
Zu Beginn analysierte ich bestehende Kommunikationsmittel hinsichtlich Gestaltung, Konsistenz, visueller Hierarchie und Wiedererkennbarkeit. Ergänzend führte ich Interviews mit Expertinnen und Experten aus relevanten Bereichen.
So konnte ich nicht nur visuelle Schwachstellen identifizieren, sondern auch verstehen, welche Anforderungen die späteren Nutzerinnen und Nutzer an Vorlagen, Richtlinien und zentrale Ressourcen stellten.
Konzeption des visuellen Systems
Auf Grundlage der Erkenntnisse entwickelte ich eine visuelle Richtung, die sich in die übergeordnete Markenwelt einfügt und gleichzeitig eine klar erkennbare Identität schafft.
Dabei beschäftigte ich mich unter anderem mit Farbverwendung, Typografie, Bildsprache, Layoutprinzipien und wiederkehrenden Gestaltungselementen. Mein Ziel war kein starres Regelwerk, sondern ein flexibles System, das Orientierung bietet und dennoch unterschiedliche Kommunikationssituationen abdeckt.
Prototyping und Anwendung
Die entwickelten Prinzipien übertrug ich auf verschiedene digitale und gedruckte Anwendungen. Dazu gehörten unter anderem Präsentationslayouts, Kommunikationsvorlagen, Informationsmaterialien und eine zentrale digitale Anlaufstelle.
Durch die Anwendung auf konkrete Formate konnte ich früh prüfen, ob das System nicht nur visuell funktioniert, sondern auch verständlich, skalierbar und im Arbeitsalltag einsetzbar ist.
Evaluation und Iteration
Anschließend evaluierte ich ausgewählte Entwürfe mithilfe einer Onlinebefragung und verglich die bisherige Gestaltung mit dem neu entwickelten Ansatz.
Bewertet wurden unter anderem Klarheit, Modernität, Konsistenz, Vertrauenswürdigkeit und visuelle Attraktivität. Die Ergebnisse sowie zusätzliches Feedback nutzte ich, um das System weiter zu verfeinern und zentrale Entscheidungen nachvollziehbar zu dokumentieren.
Das Ergebnis
Entstanden ist ein konsistentes Marken- und Kommunikationssystem, das visuelle Gestaltung mit praktischer Anwendbarkeit verbindet. Neben den gestalterischen Grundlagen entwickelte ich Vorlagen, Anwendungsmöglichkeiten und eine Struktur, über die relevante Ressourcen leichter zugänglich gemacht werden können.
Das Projekt hat mir besonders gezeigt, dass gutes Branding nicht bei Farben und Formen endet. Ein visuelles System funktioniert erst dann, wenn Menschen es verstehen, anwenden und flexibel weiterentwickeln können.
Hinweis zur Vertraulichkeit
Einzelne Inhalte, interne Erkenntnisse und finale Anwendungen können aus Gründen der Vertraulichkeit nicht öffentlich gezeigt werden. Die dargestellten Beispiele wurden deshalb anonymisiert, abstrahiert oder speziell für dieses Portfolio aufbereitet.



Das reicht dir noch nicht?



